Das Einstein-Gymnasium besucht digital die Euthanasiegedenkstätte Hadamar

„Wir sind die Vorgeschichte für die Zukunft“ – Das Einstein-Gymnasium besucht die Euthanasiegedenkstätte Hadamar digital
Geschichtsunterricht lebt vom Erinnern vergangener Geschehnisse, um damit die Gegenwart und Zukunft gestalten zu können. Besonders an den Orten und Schauplätzen, an denen sich in der Vergangenheit Ereignisse zugetragen haben, wird Geschichte lebendig, greifbar und vorstellbar für die heute Lebenden. Doch in den aktuellen Zeiten ist es schwer, diese Orte für Schülerinnen und Schüler zugänglich zu machen und Besichtigungen stattfinden zu lassen.

Die Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Hadamar in Hessen ermöglichte jedoch genau dieses – ganz coronakonform konnte die 9a (25 Schülerinnen und Schüler) des Einstein-Gymnasiums sowie die Israel-AG, bestehend aus 18 EF und 29 Q1 Schülerinnen und Schülern, den Ort, an dem 14.500 Menschen mit körperlichen und psychischen Einschränkungen im Zeitraum von 1941 bis 1945 unter dem nationalsozialistischen Regime den Tod fanden, digital besichtigen.
Der einstündige Rundgang durch die ehemalige Euthanasieanstalt ließ dabei die Schülerinnen und Schüler virtuell denselben Weg gehen, wie ihn auch vor rund 80 Jahren die Patientinnen und Patienten gehen mussten – von den Busgaragen hinein ins Gebäude bis in die Gaskammern und als letzte Station auf den Friedhof der Gedenkstätte. An diesem Ort wurde am Ende zusätzlich Raum geschaffen, um den Schülerinnen und Schülern ein Gespräch über ihre emotionalen Eindrücke und Gedanken zu ermöglichen. Unter dem Aspekt des dort stehenden Mahnmals „Mensch achte den Menschen“ wurde anschließend der Aktualitätsbezug hergestellt, der gerade heutzutage unabdingbar erscheint.
Alle Schülerinnen und Schüler begrüßten den digitalen Zugang zur Gedenkstätte Hadamar sehr und waren sich einig, diese auch noch einmal in Präsenz besuchen zu wollen, um die virtuell gewonnenen Eindrücke zu festigen.
Vonseiten der Schule wurde die digitale Gedenkstättenführung von Schulleiter Jörg Droste sowie von Lehrer Thorsten Mönning, welcher die Israel-AG leitet, ermöglicht und unterstützt und von Referendarin Franziska Rinne organisiert. 
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