Auschwitz-Überlebender zu Besuch in der Q2


Der Geschichte-Leistungskurs der Q2 hatte Ende September mit dem Auschwitz-Überlebenden Hugo Heinemann eine beeindruckende Persönlichkeit zu Gast. Herr Heinemann, wohnhaft in Rheda-Wiedenbrück, nahm sich mehr als 1,5 Stunden Zeit, um den Schülerinnen und Schülern von seinem bewegenden und schicksalsreichen Leben zu erzählen. Im Sinne der „Oral History“ (geschichtswissenschaftliche Methode zur Produktion und Bearbeitung mündlicher Quellen, bei der es vorrangig darum geht, Verarbeitungsformen historischer Erlebnisse und die Veränderungen der Selbstdeutungen von Menschen in der Geschichte zu untersuchen) wurden dem Gast Fragen zu seinem Leben während des Nationalsozialismus gestellt und im Anschluss im Unterricht ausgewertet.
Herr Heinemann, Sohn einer Jüdin und eines Christen, der von seiner Tochter ins Einstein Gymnasium begleitet wurde, berichtete u.a. von seinen Eindrücken als junger Schüler von der Machtergreifung der Nazis, seinem Leben im Nazi-Deutschland, der Trennung von seiner Familie als Jugendlicher und seiner Deportation nach Auschwitz. Besonders beeindruckend und zugleich schockierend waren die Erlebnisbeschreibungen des 89-jährigen von der Tortur im Konzentrationslager und der anschließenden Befreiung. Trotz der furchtbaren Erlebnisse während seiner Jugend hat Herr Heinemann seinen Lebensmut nicht verloren und in der Bundesrepublik privat und beruflich erfolgreich Fuß gefasst. Er beeindruckte Schüler wie Lehrer mit seiner sympathischen und lebensbejahenden Art. Der Kontakt war durch Elisabeth Meier (Israel-AG) hergestellt worden, die auch selbst anwesend war und die Schülerinnen und Schülern mit Zusatzinformationen (u.a. zum Judentum) versorgte.
SEG 
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