„Können wir uns lieben?“: Klasse 10a erforscht Grundkonflikte an der Uni


Ein heftiger Streit am Abendbrotstisch oder das Blockieren der besten Freundin auf WhatsApp wegen einer anderen Meinung: Politische Polarisierung betrifft Jugendliche längst im engsten Kreis. Wie relevant eine Thematisierung ist, zeigten der Besuch der Klasse 10a im teutolab-sozialwissenschaften an der Universität Bielefeld und die damit verbundene Umfrage der Klasse deutlich: Ganze 82 % der Zehntklässler erleben bereits solche tiefen Grundsatzdiskussionen im eigenen Umfeld – davon 29 % im Freundeskreis, 29 % in der Schule und 24 % in der Familie.
Unter dem Titel „Können wir uns lieben? Liebeskrise zwischen Spaltung und Meinungsvielfalt! Links, rechts, oben, unten: wo stehst du – oder lieber nicht?“ bietet das Projekt am teutolab Jugendlichen einen Raum, um diese gesellschaftlichen Konflikte zu erforschen. Es ermöglicht eine urteilsbasierte Orientierung in komplexen gesellschaftlichen Entscheidungs-, Verteilungs-, Ressourcen- und Offenheitskonflikten. Zudem hilft Jugendlichen, politische Grundorientierungen jenseits von Ideologien zu verstehen. Das Projekt bietet Chancen, algorithmische Filterblasen von TikTok und Instagram (Informationsquelle für 74 % der Jugend) kritisch zu hinterfragen. Darüber hinaus fördert es die politische Selbstwirksamkeit gegen die wachsende Angst vor feindseliger Spaltung der heutigen Jugend (Shell Jugendstudie 2024).

